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Scanner-Steuerungssoftware

Unsere automatisierten 2-D- und 2,5-D-Scansysteme werden mit Hilfe einer von uns entwickelten Steuerungssoftware bedient. Die Software hat eine grafische Benutzeroberfläche und kapselt alle gerätespezifischen Hardwareschnittstellen. Dadurch wird den Bedienern unserer automatisierten Scansysteme ein einheitliches Frontend zur Durchführung von Digitalisierungsaufgaben sowie zur Vergabe von Metainformationen zur Verfügung gestellt.

Benutzeroberfläche der Steuerungssoftware

Beidseitige Anzeige eines Rohscans mit extrahierten Fragmenten zur nachfolgenden Qualitätssicherung
Beidseitige Anzeige eines Rohscans mit extrahierten Fragmenten zur nachfolgenden Qualitätssicherung © MusterFabrik Berlin

Die Benutzeroberfläche unserer Scanner-Steuerungssoftware beinhaltet die von uns entwickelten interaktiven Viewer-Komponenten, die auch in unseren automatisierten Assistenzsystemen zum Einsatz kommen. Die Viewer-Komponenten ermöglichen eine beidseitige und stufenlos zoombare Anzeige von Rohscans und pixelgenau freigestellten Digitalisaten. Die maximal verfügbare Detailschärfe der Darstellung wird dabei nur durch die bei der Digitalisierung verwendete Auflösung beschränkt. Zur Navigation innerhalb großer Rohscans kann der jeweils dargestellte Bildausschnitt interaktiv beliebig verschoben und skaliert werden. Dies erfolgt auch bei sehr großen Bildern (z.B. 60 x 45 cm²) mit einer Scanauflösung von 1.200 dpi ohne Latenz („ruckelfrei“).

Motiv- und Putzbereich der Vorderseite sowie Höhenkarte eines 2,5-D-Scans
Motiv- und Putzbereich der Vorderseite sowie Höhenkarte eines 2,5-D-Scans © MusterFabrik Berlin

Mit Hilfe unserer Scanner-Steuerungssoftware können die Digitalisate bereits bei der Erfassung flexibel mit aufgabenspezifischen Metainformationen verknüpft werden. Dies kann entweder interaktiv über die Benutzeroberfläche oder automatisiert über den Import von Daten erfolgen, welche für den zu digitalisierenden Bestand beispielsweise in einer externen Datenquelle vorliegen.

Arbeitsteiliger Workflow zur Steigerung des Scandurchsatzes

Unsere Scanner-Steuerungssoftware bietet verschiedene Optionen, die zur Steigerung des Scandurchsatzes genutzt werden können, ohne dass die Anschaffung eines weiteren Scansystems erforderlich ist. Dabei kann abhängig von der vorliegenden Aufgabenstellung die Abarbeitung der einzelnen Prozessschritte Digitalisierung, Qualitätskontrolle und Metadatenvergabe arbeitsteilig organisiert werden.

Detailansicht eines Digitalisats im Rahmen der Qualitätskontrolle
Detailansicht eines Digitalisats im Rahmen der Qualitätskontrolle
© MusterFabrik Berlin

Im sogenannten Offline-Modus der Steuerungssoftware können beispielsweise an einem PC-Arbeitsplatz ohne Scannerschnittstelle vorab gespeicherte, d.h. zeitlich beliebig zurückliegende Scandurchgänge eines Scanjobs geöffnet und editiert werden. Dies kann sowohl zur nachträglichen Identifikation und Markierung fehlerhaft digitalisierter Objekte (Eselsohren, Risse, etc.) innerhalb eines Rohscans als auch zur Offline-Vergabe von Metadaten für einzelne oder alle Objekte eines Rohscans verwendet werden.

Ein Beispiel: Bei Einsatz eines Scansystems (mit angeschlossenem Scan-Arbeitsplatz) und zwei zusätzlichen, per Netzwerk verbundenen PC-Arbeitsplätzen, auf denen jeweils die Scanner-Steuerungssoftware ausgeführt wird, ist zur Steigerung des Scandurchsatzes die Implementierung des folgenden Digitalisierungsworkflows möglich:

  1. Prozessschritt an einem PC-Arbeitsplatz:
    Import von Bestandsmetadaten aus externen Datenquellen und/oder interaktive Erfassung globaler Metadaten für ganze Scanchargen und/oder einzelne Scanjobs
  2. Prozessschritt am Scan-Arbeitplatz:
    Digitalisierung aller Objekte aller Scanjobs einer Scancharge
  3. Prozessschritt an einem PC-Arbeitsplatz:
    Qualitätskontrolle aller Digitalisate einzelner Scanjobs und ggf. Markieren fehlerhaft digitalisierter Objekte, für die (am Scan-Arbeitsplatz) ein Rescan durchzuführen ist, sowie Vergabe spezifischer Metadaten für einzelne Digitalisate des aktuellen Scanjobs

Abhängig von der vorliegenden Aufgabenstellung kann es bei kleineren Objektmengen effektiver sein, den 3. Prozessschritt (Qualitätskontrolle und Metadatenvergabe) direkt am Scan-Arbeitsplatz durchzuführen. Bei sehr großen Objektmengen hingegen kann das Aufsplitten des 3. Prozesssschritts den Scandurchsatz erhöhen, indem die beiden Teilaufgaben Qualitätssicherung und Metadatenvergabe an zwei getrennten PC-Arbeitsplätzen durchgeführt werden (insgesamt werden dann drei PC- und ein Scan-Arbeitsplatz für die Digitalisierung benötigt).

Basisworkflow der Steuerungssoftware (Auszug)

  1. Initialisieren einer neuen Scancharge oder eines neuen Scanjobs
    – (automatischer) Import von Bestandsmetadaten und/oder
    – interaktive Eingabe von Metadaten durch den Bediener
  2. Bildaufnahme des aktuellen Scandurchgangs
    – automatische mehrkanalige beidseitige Aufnahme aller Objekte in einem Scandurchlauf
    – automatische Detektion aller digitalisierten Objekte („Bounding-Box“)
    – automatisches Freistellen der einzelnen Digitalisate („pixelgenaues Maskieren“)
  3. Visualisieren und Aufbereiten der Digitalisate des aktuellen Scandurchgangs
    – beidseitige Anzeige der Rohscans und/oder der freigestellten Digitalisate
    – optional: Anzeige verschiedender Kanäle
    – optional: Kontrolle/Korrektur von Bestandsmetadaten
    – optional: Vergabe von Metadaten für einzelne Digitalisate
    – optional: Rescan des aktuellen Scandurchgangs
  4. Speichern der Ergebnisse des aktuellen Scandurchgangs
    – automatisches Konvertieren der Scanergebnisse in gängige Dateiformate
    – automatische Dateiablage in einer definierten Verzeichnisstruktur (lokal und/oder im Netz)
    – optional: Konvertieren und Abspeichern weiterer Kanäle und/oder Rohscans
  5. Fortsetzen oder Beenden
    – neuer Scandurchgang innerhalb der aktuellen Scancharge, oder
    – neue Scancharge innerhalb der Digitalisierungsaufgabe, oder
    – Beenden der Digitalisierungsaufgabe

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